GEOLOGIE



Das Erz, das wir fördern, nennt sich Siderit (oder in der Bergmannssprache Eisenspat), ein Eisenkarbonat (ein Wertmineral) mit einem durchschnittlichen Eisengehalt von 33,5%.

Dieser Siderit ist vor ca. 400 Mio. Jahren (im sogenannten Devon) entstanden. Über eine halbe Milliarde Tonne dieses Wertminerals soll sich hier in dem Gebiet abgelagert haben. Der Erzberg ist somit die größte Sideritlagerstätte der Welt. Die verfügbaren Reserven des wirtschaftlich nutzbaren Erzes liegen, laut Geologen, bei etwa 80 Millionen Tonnen. Somit können knapp 30-40 weitere Jahre Bergbau betrieben werden.

Geologisch betrachtet, befindet sich der Erzberg am Nordrand der östlichen Grauwackenzone, die im Süden von den Zentralalpen und im Norden von den nördlichen Kalkalpen umschlossen wird.

Grundsätzlich besteht der Erzberg aus drei Schichten. Die unterste Schicht bildet das Fundament und wird auch als „Liegendes“ bezeichnet. Sie besteht aus Porphyroid, einem vulkanischen Ergussgestein mit grüner Verfärbung. Die zweite Schicht sind die sogenannten „Sauberger Kalke“. In ihnen befinden sich die Erzkörper, die meist stockartig (wolkenförmig) oder schichtförmig auftreten. Die oberste Schicht, die auch als „Hangendes“ bezeichnet wird, sind die Werfener Schichten. Sie bestehen zum Großteil aus Schiefer. Der Werfener Schiefer kann an seiner violetten Farbe sehr schön erkannt werden. Die nächste Abbildung zeigt den Seigerschnitt, eine geologische Karte des Erzberges:

seigerschnitt

Die Erzlagerstätte wurde von zwei Gebirgsbildungsphasen überprägt. Dies führte zu Überlagerungen, Verformungen, Brüchen und Störungen in den Schichten. Somit sind die hochqualitativen Erzkörper an verschiedenen Stellen innerhalb der Lagerstätte zu finden, was den Erzabbau sehr kompliziert gestalten lässt.  Die Darstellung unten zeigt ein sogenanntes Lagerstättenmodell, angefertigt von den Betriebsgeologen der VA Erzberg GmbH. Es zeigt die örtliche Verteilung der verschiedenen Erzqualitäten und des tauben Gestein (= wertloses Gestein). Quellen für das Modell sind grundsätzlich historische Karten und Probebohrungen. Mehr zur Geologie erfahren Sie hier.

modell

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